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Kardel Sharpeye ist ein hochrangiger Wildhammerzwerg und enger Vertrauter von Falstad Wildhammer, dem Than des Wildhammerclans.

AussehenBearbeiten

Kardel gibt das typische Bild eines Zwerges wieder. Breite stämmige Schultern, Oberarme wie Baumstämme und einen äußerst gepflegten Bart der sich über seinen Bauch erstreckt. Meistens trägt er immer eine Kettenrüstung in Kombination mit ein paar Fellen die ihm Schutz und Wärme bieten sollen. Sein Haar, von dem leider nicht mehr soviel übrig ist, trägt er zu als Zopf gebunden. Seine Miene ist stets grimmig und es kann auch vorkommen das er manchmal auf zwergisch vor sich hin flucht.

Bei seiner Waffenwahl ist Kardel ziemlich traditionell geblieben, eine Streitaxt die er meist mit beiden Händen führt und einen Sturmhammer, wie für einen Greifenreiter seines Kalibers üblich. Darüber hinaus trägt er immer ein Gewehr quer über sein Rücken gebunden, welches ein großes Kaliber aufweist und mit einem Zielfernrohr bestückt ist.

Sollte Kardel gerade nicht mit seinem Greifen durch die Lüfte fliegen, begleitet ihn stets ein Löwe mit schneeweißem Fell. Die Klauen und Zähne des Tieres sind scharf wie so manches Schwert und könnten einem ausgewachsenem Ork wohl ohne Probleme einen Arm abreißen. Dennoch wirkt das Tier überaus ruhig und gelassen, eine königliche Mähne komplettiert das Bild des Tieres und lässt es umso majestätischer wirken.

GeschichteBearbeiten

Die jungen Jahre des GreifenreitersBearbeiten

Kardel ist bei seinen Eltern im Hinterland aufgewachsen, er war ein junger Zwerg der nur vor Tatendrang strotzte, täglich stellte er sich jeder Herausforderung die er finden konnte. Und wenn er keine fand, hat er eben welche provoziert. Man kann sagen das seine Jugend relativ ruhig verlief, er lernte von seinem Vater die Wege des Jägers, und hatte auch von sich aus ein Talent was den Umgang mit Tieren angeht. So lernte er auch seinen treuen Begleiter damals kennen.

Kardel sollte für seinen Vater ein paar Besorgungen in Eisenschmiede machen, er hüpfte frohen gemüts und locker pfeifend auf den Greifen und flog in die Stadt der Zwerge. Dort angekommen traf er einige Freunde seines Vaters und durfte sich von ihnen erzählen lassen welch großer Kriegsheld er doch sei .. und das Kardel in große Fußstapfen zu treten hat. Ermüdet und auch etwas genervt von den Sagen und Heldentaten seines Vaters machte sich der weißbärtige Zwerg auf in Richtung Kharanos, Er sollte für seinen alten Herren zwei Fässer Donnerbräu kaufen und sie irgendwie ins Hinterland schaffen. Der Wirt musste Kardel etwas beschlichtigen, denn sein Vorrat war für diese Woche aufgebraucht und Kardel war klar, wenn er nach Hause kommt ohne das geliebte Bier seines Vaters .. wird von seinem Bart nicht mehr eine Strähne übrig bleiben. So entschloss sich der junge Greifenreiteranwärter vorerst im kleinen Zwergendorf zu bleiben. Er hat sich die Zeit damit vertrieben in den gefrorenen Seen sein Glück beim Fischen zu versuchen, leider lief das alles andere als gut. Als er jedoch da ruhig saß und immer von neuem seine Angelrute ins Wasser warf, hörte er nur einen schmerzverzerrten Schrei eines tieres. Der Junge Zwerg sprang auf, griff zu seiner Axt und rannte in die Richtung in die er den Schrei vermutete. Er sah wie zwei Schneetrolle eine Löwin und ihr junges bedrohten, die Löwin war verwundet und verlor viel Blut, dennoch war ihr Kampfgeist nicht gebrochen, sie schützte ihr junges mit allem was sie hatte. Kardel gelang es sich an die Trolle heranzuschleichen, denn diese waren nur von ihrem Hunger und ihrer Gier geblendet. Er hob seine Axt und schlug kraftvoll in die Rücken der Trolle, und riss ihnen das Rückgrat heraus, beide fielen nacheinander leblos zu Boden. Besorgt blickte Kardel zu dem verletzten Tier und ging langsam auf jenes zu, er wollte sich die Wunden genauer ansehen und es notbedürftig verarzten, zumindest die Blutung wollte er stoppen. Das Tier wehrte sich anfangs, als es noch im Glauben war als würde der Zwerg nur ihr Fell oder ihre Klauen wollen, aber Kardel steckte die Gegenwehr weg, und ging immer wieder auf sie zu um schließlich die Wunde zu erreichen.

Er konnte die Wunde vorerst versorgen, aber lange halten würde es nicht. Der Löwenmutter war bewusst das ihr zeitliches gesegnet war, ihr weißes Fell war immer noch von dem tiefen Rot ihres Blutes und dem der Trolle beschmutzt und sie atmete schwer, sie kämpfte um jeden Atemzug und ihr Blick wurde von Stunde zu Stunde leerer. Ihr junges tollte im Schnee umher, es bemerkte wohl nicht das Leid seiner Mutter und wirkte so unschudlig und froh wie es einer jungen Seele eben gebührte. In der Nacht darauf dann, verließ der letzte Rest leben den Leib der Löwin und sie lag nur noch leblos im Schnee. Kardel blickte auf das trauernde junge und bot ihm ein warmes Heim an.

Das war wohl, der traurige Beginn einer auf ewig währenden Freundschaft zwischen Zwerg und Tier.


Der Beginn seiner Karriere Bearbeiten

Es zogen einige Jahre ins Land, Kardel lebte wie es ein Zwerg eben tut vor sich hin und lernte weiter von seinem Vater das Handwerk der Jagdkunst. Der junge Löwe wich nicht mehr von seiner Seite und unterstützte ihn bei jeder seiner Prüfungen. Mit Respekt und Anerkennung betrachtete der junge Zwerg die erfahrenen Greifenreiter, wie sie über seinem Haus durch die Lüfte flogen und das Land vor den Feinden schützten. Eines Tages fasste er sich ans Herz, griff zu seinem Hammer und zog seine Rüstung an. Motiviert und voller Ergeiz stolzierte er hinauf zum Nistgipfel, wo ihm als erstes der hohe Than Falstad Wildhammer selbst über den Weg lief. Beiläufig wurde Kardel von dem führenden Wildhammerzwerg gemustert, er machte den Eindruck als würde ihm gefallen was er sah und schlug Kardel vor die Schulter. Etwas verblüfft blickte Kardel, Falstad nach als er dann weiter ging, dennoch ließ er sich nicht von seinem Ziel abbringen und ging zu der großen Versammlung wo auch einige Ausbilder der Greifenreiter vor Ort waren. Etwas abschätzend musterte Kardel die anderen Zwerge die wie er, Greifenreiter werden wollten. Manche wirkten wirklich stark gebaut selbst für Zwerge waren ihre Muskeln beachtlich, andere wiederum machten einen eher schlankeren und agileren Eindruck. Kardel hätte sich wohl mit ihnen kaum messen können so dachte er, er war nur ein gewöhnlicher Zwerg der gut mit der Flinte umgehen konnte. Die erste Hürde war für Kardel jedoch kein Problem, ohne große Probleme konnte er sich durchsetzen und nun wurden die Frischlinge unter die Fittiche eines erfahrenen Meisters genommen. In der Nacht vor der Auswahl der Meister haben die jungen Zwerge ihre Aufnahme bei den Greifenreitern laut und schallend im hiesigen Gasthaus gefeiert. Wie für einen Zwergen üblich war Kardel mit von der Partie, das Donnerbräu floss in Strömen und die Zwerge sangen mit lautem Gesang ihre fröhlichen Lieder. Dennoch wie so oft sind solche fröhlichen Nächte kurz .. und die jungen wilden wurden vom alt eingesessenen Wirt hinaus gejagd. Die Gruppe torkelte in ein nahe liegendes Dorf was am Fuße des Gipfels lag. Ihr lauter Gesang schallte förmlich durch das ganze Land und sie erweckten die Aufmerksamkeit einiger Trolle, die genervt zwischen den Bäumen lauerten. Bis auf Kardel haben die leichtsinnigen Zwerge natürlich ihre Waffen im Wirtshaus liegen lassen so machten sie den Anschein als wären sie leichte Beute. Rasch griffen die Trolle an und schleuderten ihre Wurfäxte in die Gruppe. Kardel der noch relativ sicher auf den Beinen war bemerkte die Trolle als sie ihren Angriff starteten und stoß seine Kameraden zu Boden. In dem dunkeln Wald waren seine Gegner für ihn nur schwer zu erkennen so wartete er ab als er weitere Geräusche vernahm, zog er sein Gewehr und feuerte in die vermutete Richtung. Der erste Troll fiel, die anderen beiden wurden stink sauer. Ihr Blut begann zu kochen und sie haben den Vorteil aufgegeben den ihr Versteck ihnen bot. Kardel zog seine Waffen und rannte dem ersten Troll der voranstürmte entgegen. Seinem Schlag wich er unsicher aus, konnte aber relativ schnell einen festen Stand erlangen. Mit einem wuchtigen Schlag donnerte er seinen Hammer gegen die Kniescheibe des Trolls welche direkt unter der Kraft des Schlages zerbrach. Um den Troll nun noch den Rest zu geben reißt er seine Streitaxt an dem Torso seines Gegners hinauf und zieht sie zur Seite hinweg wieder heraus. Mit einem von Schmerz erfüllten Schrei fällt der Troll zu Boden und begräbt beinahe Kardel unter sich. Er wankt zur Seite und seufzt schwer aus, der letzte Troll überkam der Blutrausch und er bäumte sich weiter auf. Ohne weiter in den Nahkampf gehen zu wollen griff Kardel zu seinem Gewehr und feuerte nur grob gezielt auf den Troll. Der Schuss riss ein Loch in die Schulter des Trolls, welches ihn aber nicht sonderlich störte, er lief weiter auf die Gruppe von Zwergen zu. Das letzte was ihm noch blieb waren sein Hammer und seine Axt. Mit schwungvollen Würfen donnerte er nun seine Waffen zum Abschluss in richtung des Trolls. Der Hammer traf direkt seinen Brustkorb und man sah wie die Knochen zerbrachen. Seine Axt flog ihm rasanten Tempo auf den Kopf des Trolls zu und spalteten ihn in zwei Teile. Die Nacht neigte sich dem Ende zu und Kardel brachte seine Kameraden nach Haus, erschöpft trottete er auch zu sich nach Haus und fiel erschöpft zu Bett. Der nächste Tag sollte für ihn hoffentlich ruhiger verlaufen.

Nur wenige Stunden Schlaf waren dem Wildhammerzwerg vergönnt ehe er sich wieder aufrappelte, das getrocknete Trollblut von seinen Waffen polierte und sich wieder auf den Weg hinauf zum Gipfel machte. Als er bei den anderen Rekruten angekommen ist wurde er mit tadelnden Blicken und lobenden Schulterklopfern begrüßt. Aber nicht nur die Rekruten wussten bereits was letzte Nacht passiert ist, der hohe Than Falstad Wildhammer stoß ebenso zu der Gruppe hinzu. Mit einem lauten Ruf fragte er wer die drei Trolle letzte Nacht erlegt hat. Die Gruppe lichtete sich bis schließlich Kardel hervortrat und Falstad respektvoll grüßte. Der alte Wildhammer ging direkt auf Kardel zu und blieb nur wenige zentimeter vor ihm stehen. Sie waren beinahe gleich groß, und ähnelten sich ansonsten sehr bis auf die Farbe ihres Bartes. Falstad stand einfach nur da und musterte Kardel und sah auf seine Waffen. Lobend nickt er ihm zu und sagte "Du bist mein Schüler" .. alle anderen Rekruten waren völlig verblüfft was er da sagte, denn der hohe Than unterrichtete schon lange keine neuen Rekruten mehr also wieso gerade Kardel ? "Du hast bewiesen das du stark bist und das du dich immer für deine Kameraden einsetzen wirst. Du hast Mut gezeigt in der dunklen Nacht gegen Trolle zu kämpfen, du hast meinen Respekt verdient, nicht so wie die anderen besoffenen Ratten da drüben"

Ein dankendes nicken bekam Kardel gerade noch so hin, er wusste nicht was er sagen sollte, denn jedes Wort was er hätte wählen wollen würde wohl nicht passend klingen. So begann es, Kardel wurde von Falstad der unter anderem auch zu den besten Drachenjägern gehört unterrichtet, der junge Wildhammer ist also auf dem besten Wege in seine Fußstapfen zu treten.