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Trixie Knallschraub Benutzer: Kupferfuchs


Alliance 32 Trixie Knallschraub
TrixieKnallschraub
Ingame-Name: Knallschraub
Rasse: IconSmall Gnome Female Gnomin
Klasse: Mechanotechnikerin
Arsenalverweis: Arsenal
Charakterdaten:
Vorname: Trixie
Nachname: Knallschraub
Geburtsdatum/-ort: Gnomeregan
Alter: 65
Zugehörigkeit: Eisenschmiede / Neu Tüftlerstadt
Gilde: Pech und Schwefel
Aussehen:
Größe: 84 cm
Gewicht: 18 Kg
Haarfarbe: rot-blond
Augenfarbe: grün
Gesinnung (D20-System):
Gesinnung: neutral

Trixie Knallschraub ist eine gnomische Ingenieurin, insbesondere mit einer Ausbildung zur Mechanotechnikerin.

BeschreibungBearbeiten

Erscheinung Bearbeiten

Eine (für den Maßstab ihres Volks) junge erwachsene Gnomin mit mattem, rotblonden Haar, meist Maschinenöl-verschmierter aber robuster Funktionskleidung und mechanischer Schutzbrille. Ihr Äußeres ist unauffällig: Zu einer tendenziell schmalen Statur gesellt sich ein heller Hauttyp, doch die gerne hochgekrempelten Ärmel ihrer Arbeitskleidung lassen durchaus ein wenig zähe Muskeln an den Unterarmen erkennen, wie sie bei regelmäßiger Ingenieursarbeit wohl zu erwarten wären. Sie wirkt nur leicht untergewichtig.

Das freie Gesicht, sowie ihre unbedeckten Unterarme und Ellenbogen sind häufig gleichermaßen verschmiert und zerkratzt wie auch ihre Kleidung. Von ihr geht ein starker Geruch nach metallisch-öligem Treibstoff und verbrannten Kohlen oder Textilien aus. Wenn sie ihre Brille abnimmt, sind nach einem Arbeitstag deutlich dunkle Ränder auf Wangen und Stirn gegenüber den Augen auszumachen. Ebenso werden sich unter ihren Fingernägeln eine Menge feiner, schwarzer Schmutzpartikel festgesetzt haben.

An dem breiten Ledergurt um ihre Hüfte hängen zwei hartschalige Ledertaschen mit technischem Zubehör und Kleinstgerät, wie auch einem Satz gyromatischer Mikroregler in verschiedenen Größen, sowie gut verpackt ein paar angelaufene Phiolen oder Tonfläschen mit einer klaren bis gelblich-spiegelnden Flüssigkeit darin. Mit Hilfe eines Schulterriemens trägt sie zudem einen großen Universalrollgabelschlüssel auf dem Rücken und griffbereit ein gnomisches Fernsprechgerät vor die Brust geheftet.

Offensichtlich eine junge Schrauberin/Technikerin oder Ingenieurin.
 

Charakter Bearbeiten

Trixie zeigt neben ihrer wachsenden Qualität als Ingenieurin vor allem ein großes Interesse an Büchern und insbesondere kulturhistorischen Abhandlungen. In ihrer Freizeit verbringt sie oft Stunden in der großen Bibliothek in Eisenschmiede, um die neusten Erkenntnisse der Forscherliga zu verfolgen, das Verzeichnis der gnomischen Erfindungen zu studieren und theoretische Materialkunde zu betreiben, welche sie sich wohl erhofft, in ihrer praktischen Arbeit irgendwann einmal verwenden zu können - auch wenn dieser Wunsch gerade bei den exotischeren Materialien bislang zumeist nicht in Erfüllung gegangen ist.

Ihr Gemüt wirkt dementsprechend häufig kühl , so schweigsam wie sie sich manchmal gibt, und lässt sich nur durch besondere emotionale Anspannung in ihrem nachdenklichen Wesen beirren. Dahingehend zeigt sie sich jedoch schnell ängstlich bis gar feige, wenn sie sich mit physischer Gewalt oder ihr unangenehmen Fremden konfrontiert sieht. Zudem ist sie auch eine wahrlich schlechte Kämpferin, die sich oft auf Grund ihrer Angst in körperlichen Gefahrensituationen zusätzlich in Schwierigkeiten bringt.

Des Weiteren fällt ihre moderat bis stark ausgeprägte Abneigung gegenüber arkaner Magie auf, wann immer ein solcher Aspekt Gesprächsthema wird oder schlimmer noch: aktiv in ihrer Nähe praktiziert wird. Trotz der zweifelsohne gegebenen Unzuverlässigkeit so mancher gnomischer Erfindung, scheint sie technische Konstrukte und Methoden positiv zu bevorzugen und solche magischen Ursprungs fast schon kategorisch abzulehnen.

HintergrundBearbeiten

Sie hat nun schon seit mehreren Jahrzehnten Erfahrung in den gnomischen Ingenieurskünsten und -wissenschaften sammeln können, befindet sich bei Projekten oder Arbeiten jedoch meist noch in Assistenzpositionen. Ihren gnomisch-meritokratischen Nachnamen hat sie sich einst durch die Erfindung von speziellen Sicherheitsschrauben verdient, die bereits knallen bevor sie brechen.

Assistenz bei P.E. Zwirbeldraht Bearbeiten

Gewöhnlich unterstüzt sie Phineas E. Zwirbeldraht mit ihrer technischen Begabung bei technomagischen Experimenten zu vollautomatischen Bürsten und ähnlichen Dingen, seit dieser seinen letzten Assistenten Igitt Ritzlspann nach einer fehlerhaften Testreihe nicht mehr für seine Projekte hatte begeistern können. Trotz einer verhältnismäßig guten Bezahlung scheint sie einigen Aspekten ihrer Arbeit mit dem älteren Gnom äußerst kritisch gegenüber zu stehen - wie immerwieder ersichtlich wird, wenn das Thema außerhalb ihrer Arbeit zur Sprache kommt.

Völkerverständigungskongress Bearbeiten

Bereits zweimal engagierte sich Trixie zusammen mit einigen ihrer Bekannten vom SKK, einer gnomischen Sondereinsatz-Einheit, welche sie in der Vergangenheit in Eisenschmiede im Zuge völkischer Unruhen kennengelernt hatte, bei der Ausrichtung eines Völkerverständigungkongresses zur Wahrung der Integrität allianzorientierter Organisationen und Interessensgruppierungen. Unter Anweisung der Gnomandantin Rondralotta Popix unterstützte sie die Organisation, führte die Gäste mit Hilfe ihres angelesenen kulturhistorischen Wissens durch das eisenschmieder Museum der bronzebartschen Forscherliga und die große Bibliothek und half Buffet, wie Feuerwerk zu koordninieren.

Die 2GWF Bearbeiten

Dank einer Freundin, Lara Feuerkabel, hat sie um die Zeit des Anfangs des 31. Jahres nach dem Beginn des ersten Kriegs in eine eisenschmieder Gnomenwohngemeinschaft gefunden, der "Gemeinschaft zur Wahrung und Förderung gnomischer Werte und Fortschrittlichkeit" - kurz 2GWF, in welcher sie zwar nicht wohnt, diese jedoch regelmäßig Abends nach der Arbeit besucht und zunehmend in deren Projekten auszuhelfen beginnt.

Im Frühjahr des selben Jahres erlebte sie einen bleibenden Schock, als sie mit ihren Freunden und Mitgnomen aus der 2GWF in die ungewissen, klaustrophobischen Tiefen des zerstörten Gnomeregan hinabstieg, um einen der dortigen Lepragnome für ein Forschungsprojekt zur Heilung dieser schweren Strahlenkrankheit zu extrahieren. Nicht nur überkamen sie all zu bald die grässlichen Erinnerungen an die allgemeine Panik und das Chaos des Niedergangs der gnomischen Wunderstadt in ihrer Jugend, als die sie durch die dunklen, unwirklichen Gänge der unterirdischen Ruine schritt, sondern verlor die Gruppe im Zuge dessen auch eine Mitgnomin, Mâzzi, bei einer technischen Fehlfunktion während einer Gefahrensituation bei der Ergreifung des Lepragnoms.

Im darauffolgenden Herbst war Trixie für beinahe zwei Monate nicht in der Eisenschmiede oder Dun Morogh anzutreffen, da sie sich mit der selben Gemeinschaft auf einer überstürzt begonnenen Rettungsaktion - und damit einhergehend einer wahren Rundreise über Azeroth - befand, nachdem eine Mitgnomin der Gemeinschaft, Liix Klimperdings, von Unbekannten entführt worden war! In einem lebensgefährlichen Wettstreit mit der Zeit gelang es den Gnomen schließlich das entführte Gemeinschaftsmitglied aus den Klauen der finsteren Machenschaften der Verlassenen aus den Tiefen des Silberwalds zu retten. Es folgte eine mehr als nötige Phase der Erholung und Heilung zurück in Eisenschmiede - die Erlebnisse waren nicht spurenlos an den Gnomen geblieben.

Auf Grund der langen Abwesenheit der Gnomengemeinschaft und der damit verbundenen langen Gefangenschaft des Lepragnoms Gribbo, entschieden sich die Projektmitglieder schließlich ihrem leidgeprüften Mitgnom die Wahl der Freiheit zu lassen. Gribbo nahm die Gelegenheit wahr und entschwand in den Wintertagen des Jahres letzten Monats fluchtartig und drohend, jedoch ohne einen der Gnome tatsächlich zu behelligen in die Berge und Wälder Dun Moroghs einer ungewissen Zukunft entgegen.

Im Frühjahr des 32. Jahres nach der Öffnung des Dunklen Portals nahm Trixie an einer Tüftlermesse teil, die von der 2GWF ausgerichtet wurde und stellte den Prototyp eines faltbaren Werkzeugkastens vor.

Nur wenige Zeit später wurden Liix, die mittlerweile den Deck- und Ersatznamen "Silly Glitzerblech" angenommen hatte, und Niffin plötzlich von Gesetzesvertretern Sturmwinds, sowie Kopfjägern und anderem Gesindel gesucht und mussten aus Eisenschmiede fliehen. Die intriganten Machenschaften eines sturmwinder Adligen, der in die vorherigen Geschehenisse um Liix verwickelt zu sein schien, führten beinahe zu einer Hinrichtung der verfolgten Gnome. Trixie mied die gnomische Wohngemeinschaft während dieser Zeit, nachdem das Gebäude mehrfach von Unbekannten bedrängt gewesen worden war.

Nach dem schließlich erreichten Freispruch der Gnome suchten diese alsbald einen Weg ein altes Titanenartefakt zu entfernen, welches in Form eines Halsreifes nicht von Silly zu lösen war und gefährliche magische Eigenschaften zu besitzen schien. In den frühen Tagen des Sommers selbigen Jahres geriet Trixie dabei spontan in die Wirren und Gefahren eines weiteren Abenteuers, welches sie derzeit erneut in die fernsten Winkel Azeroths führt!

Freunde & BekannteBearbeiten

MomentaufnahmenBearbeiten

Gribbo, der Lepragnom Bearbeiten

Frische Luft für Gribbo! - Im unvernehmlich gleitenden Licht geschützter Öllampen sitzt Mechanotechnikerin Trixie Knallschraub im Schneidersitz auf einem breiten Schemel fleckig-dunklen Holzes, den Rücken gegen die verkratzte Kante der metallenen Platte eines Tisches gelehnt.

Frische, kühle Luft, deckenloser Himmel - ob nun frei und blau, von Wolken durchzogen oder gänzlich weiß-grau verhangen - die Silhouetten der Dächer und Türme Neu-Tüftlerstadts, verborgen im spätsommerlichen Schnee der Berge Khazs. Welch ein Anblick!

Wie zu der Gedanken Kontrast dringen die mit Allerlei gefüllten Wandregale, das kupferdrahtige Wirrwarr vollgeräumter Ecken und die steinerne Decke des Raums mit der uralten Last eines ganzen Berges, von allen Seiten auf die Gnomin ein. Von außerhalb dringt leise, doch unablässig das vielstimmige Hämmern der Großen Schmiede an ihre Ohren. Der stehte Wechsel kalter und warmer Luft, welche durch einen dicken Türbogen in der gegenüberliegenden Wand hereinzieht, lässt sie erneut frösteln, doch geschäftig auf ihrem Schemel verbleiben.

Ein Anblick, all die altbekannten neuen Eindrücke, die ihn mit gewiss unvorstellbarer Realität in den ersten Atemzügen außerhalb seiner "Zelle" treffen mögen, nach so bedenklich langer Zeit - sei es nun in den unwirklichen Hallen und eingestürzten Tunneln des verstrahlten Gnomeregan oder eben jener fest verschlossenen Unterkunft, die er seit seiner Extraktion - oder Entführung? - bewohnen hat dürfen..

Trixies Stirn legt sich in Falten, den Blick fest auf die Spitze des Mikroreglers in ihrer Rechten gerichtet, mit welchem sie feinfühlig eine winzige Feder an der metallenen Brille auf ihrem Schoß einzudrehen beginnt. In der Linken hält sie einen abgerissenen Lappen, sorgsam um die Linsen des Bi-Okularverstärkers ihrer Brille gelegt, um selbige mit bedachtem Druck bei der Arbeit zu fixieren.

Zu riskant!

Die Falten auf ihrer Stirn verengen sich zu den steilen Furchen aufkommenden Ärgers, als sie ob ihrer fernen Gedanken mit dem Werkzeug abrutscht und die kleine Feder aus ihrer Fassung springend im komplexen Schattenspiel des vollgestellten Bodens ihres steinernen Arbeitsraums verschwindet.

Ihn das Ziel seines ersten Ausflugs selber bestimmen lassen? Wie soll das funktionieren? Freiheit gibt es nur gegenüber Grenzen, Sicherheit durch bedachtes Planen und geregeltes Handeln, und Vernunft erwächst aus der Erfahrung eines jeden gnomischen Geistes mit eben diesen!

Frustriert verharrt sie auf dem Schemel sitzend, Brille und Mikroregler langsam auf ihre überkreuzten Knöchel sinken lassend - den Rücken nun schlaff an der harten Tischkante liegend, welche sich sogleich dumpf durch ihre Latzhose drückt und ihrem Anflug von Ärger über Feder und Gnom schmerzende Betonung verleiht.

Nun, Abstimmung ist Abstimmung - ein gemeinsamer Plan besser als zwei gegenläufige - und Niffins kondensdynamischer Netzwerfer zeigt sich vielversprechend. Ebenso das Betäubungsserum aus der Phiole, Ezzlins Spritzenprojektile und Liix Fernwaffenkünste..

Trixie streckt den Rücken durch und blickt in Richtung Türbogen. Im leicht flackernden Licht eines warmen Luftzugs scheint sie ein kleines Metallobjekt auf dem dunklen Stein des Bodens spöttisch anzuglitzern. Der Hauch eines Lächelns findet ihre Mundwinkel, als sie erneut nach den Geräten auf ihrem Schoß greift.

..Was schon soll schiefgehen? Frische Luft für einen Lepra! Frische Luft für einen Mitgnom!

Wahrer des Gnomischen

Die Spur nach Ratchet Bearbeiten

Zweifelsohne konnte in einer so großen Hafenstadt freihändlerischen bis zwielichtigen Rufs, wie Ratchet es eine war, so manch einer spurlos verschwinden. Hier reihten sich Gebäude einer jeden Größe, Bauart und inhaltlichen Zwecks bunt aneinander. Durch steten Verkehr ausgetretene Straßen führten fern jeder einheitlichen Flucht vom Geflecht überlaufener Kaizungen des Hafenbereichs durch das hanggelegene Häuserchaos der Stadt bis an die umliegenden Fernhandelswege des Brachlands, Durotars und Düstermarschen.

Ratchet bot sich zu einer jeden Tageszeit von seiner umsatzfreudigen Seite: Spielhallen, Freudenhäuser, Tavernen, kleine Arenen, Umschlagplätze und Lagerhäuser, Behausungen Armer und Reicher individuellsten Stils rangen des Tags wie des Nachts um die Aufmerksamkeit oder Gedankenlosigkeit ihrer Besucher. Es war eine Goblinstadt ganz nach der chaotisch profitgerichteten Kultur ihrer kurzen, grünhäutigen und spitzohrigen Zahnräder, die den gesellschaftlichen Wahnsinn in schwitzend schuftender Abhängigkeit oder raffgieriger Unterdrückung rund um die Uhr am Laufen hielten.

Verschwinden konnte hier eine einzelne Gnomin so spurlos und leicht wie ein geschnipstes Silberstück in den Tiefen einer öffentlichen Latrine. Umso mehr schien es die kurzfristig entstandene gnomische Einsatzgruppe der 2.G.W.F. und Freunden neben ihrem fähigen Vorgehen und gnomischen Intellekts auch den Faktoren noch ungewisser Umstände, sowie puren Glücks zu verdanken, dass sie die Spur ihrer entführten Mitgnomin Liix nicht in Ratchet verloren hatten.

Gefolgt waren sie ihr nach ihrem plötzlichen Verschwinden in Eisenschmiede bis ins verruchte Booty Bay, ganz an der Südspitze des östlichen Kontinents, wo sie den Verbleib der Freundin nur um einen Abend verpassten und von den bezahlten Handlangern einer unbekannten Motivation in einem Hinterhalt beinahe verhängnisvollen Ausgangs überascht worden waren. Durch gemeinsames Geschick und gegenseitiger Hilfe konnten sie der Entführten unter großem Zeitdruck nach Kalimdor folgen. Die lange Reise über die große See auf einem unverhofft langsamen Segler der Venture Co. warf die Gemeinschaft zeitlich jedoch weit hinter dem Schiff der Entführer zurück, die, wie sich herausstellte, wohl dem hordetreuen Bilgewater Kartell zugehörig waren.

Übergesetzt vom schwülen Dschungel des südlichen Schlingendorntals in die staubig trockene Hitze des östlichen Brachlands, fanden die Gnome nun entgegen aller Hoffnung Liix Spur noch bis zum selben Nachmittag ihrer Ankunft in Ratchet. Es rührte sich allerdings nur all zu bald der Verdacht, dass den Gegenspielern ihre Anwesenheit bekannt geworden war und diese Kontakt zum Horde-sympathisierenden Herren der Hafenstadt unterhielten: Gazlowe, dem ehemaligen Chef-Ingenieur der Horde!

Schon am nächsten Tag, so ergab es sich, würde sich die Einsatzgruppe auf die ungewisse Reise in Richtung Tanaris machen können, um Liix und ihren Entführern in den glühenden Sand der Wüste zu folgen - doch galt es zuvor noch den Abend und die Nacht in der goblinischen Handelsstadt zu überstehen: Noch vor der Reisemöglichkeit in den frühen Stunden des kommenden Morgens mochten die verwinkelten Gassen Ratchets die Gruppe Gnome ebenso schnell verschlungen haben, wie sie ihnen das Gesuchte zuvor eröffnet hatten.

Wahrer des Gnomischen

Schuld Bearbeiten

Ein Flackern in der Dunkelheit. Das Schrillen von Sirenen. Ein Echo vielstimmiger, panischer Schreie aus den verängstigten Kehlen dicht an dicht gedrängter Schemen gellend. Ein Bild, ein Ton, ein Gefühl lauernden Übels, das außerhalb der Wahrnehmung schleichend, fließend, unsichtbar wie durch die Luft herangetragen wird: Sich verdichtet zu einem blassen Nebel. Hustende Gestalten - Gesichter, so bekannt und doch so fern. Eine trübe Wolke, grün, erstickend, überall. Lange, gewölbte Tunnel, die tief durch den Stein der Erde ziehen. Umfasst von einem wirren Netz von Kabeln, einem Irrlauf aus Rohren, einem Uhrwerk aus Zahnrädern - so unübersichtlich, wie geordnet - urplötzlich funkenstobend, brechend, kreischend, dem Zittern eines Fieberkranken gleich erbebend - bebend und sich im schwitzenden Wahn verlierend, erbrechend.

Ein nasses Zischen aus den Luftfiltern einer jeden Wand und Decke, ein Schatten leckt heraus und schließt mit den Worten der Vernunft, der Autorität, der Zuversicht eine jede Tür, stählern, dick und endgültig. Die Stimme des Hochtüftlers hallt und hallt, dreht sich im Kreis mit dem irren Gelächter einer hohen, entzündeten Stimme, verzerrt wie aus einer anderen Zeit, doch sickert sie immerzu herein, wird fein wie ein Gas, flüstert den unvergessenen, geliebten Gesichtern die Gewissheit des Unentrinnbaren.

Sie bewegt sich. Dreht sich, kommt nicht voran. Etwas zieht sie, hält sie. Eine Tür fest im Schloss, die Leiber unzähliger Gome pressen einander voran mit der schreienden Kraft einer Flut. Manche gehen unter. Sie verliert den Halt - eine Hand, ein geküstest Gesicht verschwindet im Schmerz, in der unaufhaltbaren Masse von Beinen und Füßen. Sie wird davon getrieben. Dunkle Tunnel drehen sich um sie, in roten, grünen, gelben, bunten Lichtern stroboskopartig erleuchtet. Unerträgliche Hitze nimmt ihr die Luft. Scharfe Rufe, flehende Schreie, tausend gepresste Worte trommeln ihr die kostbaren Namen aus den rasenden Gedanken, an die sie sich klammert, unter trappelnden Leibern verhallend.

Ihre Echos vermischen sich mit denen anderer Dinge, Orte, Erinnerungen. Die Getriebewellenunversität treibt vorbei - ihre Tore gähnen im chaotischen Unlicht kreisender Sirenen mit fernem Glühen, wie der Entlüftungsschacht einer laufenden Schmelze. Das Institut für Tüftelei starrt ihr aus leeren, schwarzen Augen nach, als der allgegenwärtige Griff der Flut ihr machtloses Ich daran vorüber zieht. Ein Bogenlichtspannner beginnt aufdringlich zu Klappern, zu einem metallischen Dröhnen anwachsend nimmt er ihr jede Orientierung, als sich hunderte und hunderte Körper in ungebrochener Angst durch eiserne Adern hinauf zur einzigen Rettung schrauben.

Das Bild wird klarer. Die Halle der Zahnräder. Der Uhrwerklauf. Die unzähligen Stimmen um sie herum werden verständlich. Mechanisch. Der Hort der Schöpfer. Sie erwarten von ihr nur einen Satz, ein Wort, eine Entscheidung. Obgleich sie sich wie eine verängstigte Seele unter den vielen anderen fühlt, ist die Präsenz der riesenhaften Konsole vor ihr so scharf, so klar, dass sie nur einen Ausweg aus dem Schrecken sieht: Das Wort sitzt ihr auf der Zunge - dann lößt es sich. Wie einen Tropfen flüssigen Echtsilbers vermag sie es nicht zu halten. Es zieht sich lang, nimmt sie mit in seiner ganzen, endgültigen Konsequenz und quillt heraus. Als sie ins Freie tritt, an die klare Luft, herrscht Stille um sie. Nur die Kleider ihrer Mitgnome liegen leer von allem Leben in kleinen, grauen Haufen im Schnee..

Mit einem wimmernden Schrei erwacht Trixie Knallschraub in kaltem Schweiß.

Wahrer des Gnomischen